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XIV. Internationales Juristenfußballturnier in Frankfurt

Schon bei der Ankunft in Frankfurt war uns klar, dass der Erfolg vom Vorjahr, als wir – als „Landgericht Cottbus“ – völlig überraschend den zweiten Platz belegten, nur schwer zu wiederholen sein wird. Wir gehörten erneut zu den Teams mit dem höchsten Altersdurchschnitt, außerdem wurde diesmal bei spätsommerlich hohen Temperaturen auf „richtigem“ Halbfeld gespielt…

Gemeldet waren sechs Mannschaften – die IHK Ostbrandenburg, die Staatsanwaltschaften Gorzow und Frankfurt sowie die Landgerichte Zielona Góra, Gorzow Wielkopolski und Cottbus. Kurzfristig sagte auch noch eine Mannschaft der Rechtsanwaltskammer Lubuskie ihre Teilnahme zu, so dass die Spieldauer auf 2 x 8 Minute festgesetzt wurde.

Im ersten Spiel ging es gleich gegen den Vorjahressieger, die IHK. Gegen die wiederum zumeist sehr jungen Spieler hatten wir keine Chance und verloren 2:0.

Besser lief es im zweiten Spiel gegen die Anwaltsmannschaft aus Lubuskie, die aus ihrem technischen Übergewicht zunächst kein Kapital schlagen konnte. Vielmehr vollendete Sascha nach einem schönen Zuspiel von Pfeffi einen Konter zum 1:0. Nach der Pause führten dann zwei Fehler unserer Hintermannschaft zu vermeidbaren Gegentoren. Letztlich siegte Lubuskie durch ein weiteres Tor 3:1 in einem Spiel, in dem bei höherer Konzentration mehr drin gewesen wäre.

Nach einem Spiel Pause erwartete uns die Mannschaft der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Diese hatte ihr Team im Vergleich zum Vorjahr nochmals verjüngt; so viele sportliche Referendare sind in Cottbus nicht zu finden… Die einseitige Begegnung gegen den späteren Turniersieger verloren wir 4:0, wobei die Niederlage durchaus noch höher hätte ausfallen können, wenn der Frankfurter Schütze den von Christian verursachten Neunmeter nicht über das Tor gesetzt hätte.

Gegen das bis dahin ebenfalls sieglose Team des Landgerichts Zielona Góra wollten wir es im vierten Match endlich wissen. Trotz relativ deutlicher Überlegenheit und einiger Chancen gelang uns gegen die schwächste Turniermannschaft bis zur Halbzeitpause jedoch kein Treffer. In der zweiten Hälfte sollte sich das ändern. Erst Christian und dann Tilo konnten den Ball im gegnerischen Tor unterbringen.

Mit der Staatsanwaltschaft Gorzow waren wir zwar altersmäßig auf Augenhöhe, bei immer wärmer werdenden Temperaturen mussten wir uns allerdings gegen das individuell gut aufgestellte Team 2:0 geschlagen geben.

Der Gegner des letzten Spiels, das Landgericht Gorzow Wielkopolski, ging in einer ausgeglichenen Partie Mitte der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause vergab Christian, der völlig frei vor dem Torwart den Ball nicht im Gehäuse unterbringen konnte, unsere bis dahin größte Chance. Nach dem Wiederanpfiff führte ein direkt verwandelter Freistoß von Pfeffi dann endlich zum verdienten Ausgleich; nur wenig später setzte Sascha nach feinem Zuspiel von Pfeffi den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Als schon alles auf ein Unentschieden hindeutete, eroberte der sonst in der Abwehr spielende Marcus in der gegnerischen Hälfte den Ball und zog nach feinem Dribbling einfach mal ab. Steffen kam noch mit der Schuhspitze an die Kugel, die unhaltbar im Tor landete. Der Jubel war riesengroß, sorgte der Sieg doch für einen halbwegs versöhnlichen Turnierabschluss.

Fazit:

Für eine bessere Platzierung hätte an diesem Tag alles passen müssen, was leider nicht der Fall war. So haben wir mit Platz fünf am Ende ein optimales Ergebnis erreicht. Ohne Verstärkung durch junge Spieler wird es jedoch auch im nächsten Jahr in Polen sehr schwer, mit vorne dabei zu sein. Aber auch die Veranstalter müssen sich Gedanken machen, welchen Charakter das Turnier zukünftig haben soll. Denn der sportliche Wert eines Vergleiches zwischen einer Freizeitmannschaft, wie der unsrigen, und einer Mannschaft mit mehreren aktiven Fußballern, die teilweise wohl sogar in der Landesliga spielen, hält sich doch arg in Grenzen…

Endstand:

Platz Mannschaft Punkte
1. Staatsanwaltschaft Frankfurt 18
2. Staatsanwaltschaft Gorzow 15
3. Rechtsanwaltskammer Lubuskie 12
4. IHK  Ostbrandenburg
9
5. Landgericht Cottbus
6
6. Landgericht Gorzow Wielkopolski 3
7. Landgericht Zielona Góra 0

Für das Landgericht spielten:

Jens Götzl im Tor sowie Marcus Schröder, Klaus Mittelstädt, Frank Rakowski, Ekki Mast, Tilo Hannig, Sascha Urban, Ruprecht Pfeffer, Steffen Marx und Christian Fisch



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