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Sieglos in Frankfurt

Frankfurt2016Zum traditionellen deutsch-polnischen Juristenfußballturnier, das in diesem Jahr wieder im Sportzentrum in Frankfurt (Oder) ausgetragen wurde, traten wir bei erneut hochsommerlichen Temperaturen als „Spielgemeinschaft Staatsanwaltschaft/Landgericht Cottbus“ mit folgenden Spielern an:

Olaf Jurtz, Ruprecht Pfeffer, Tilo Hannig, Klaus Mittelstädt, Marcus Schröder, Gunnar Michler, Stephan Weisflog, Christian Fisch und im Tor als Gast Martin Pötschke.

Das Teilnehmerfeld bestand aus neun Mannschaften, die in zwei Gruppen die Vorrunde ausspielten. Das Los brachte uns in die mit vier Mannschaften besetzte Gruppe B, die Spielzeit betrug 2 x 8 Minuten.

Im ersten Spiel trafen wir auf den Vorjahresdritten, die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Gespielt waren nur wenige Sekunden, als die Frankfurter das erste Mal auf unser Tor schossen. Der ungefährliche Ball sollte eigentlich eine sichere Beute für unseren Torhüter sein. Doch die Kugel glitt Martin unter den Fingern durch, es folgte ein lauter Schrei und zum Glück der Pfiff des Schiedsrichters, denn fast zeitgleich schob ein Frankfurter den Ball über die Linie. Martin verletzte sich in dieser Szene so schwer, dass er die Notaufnahme des Frankfurter Klinikums aufsuchen musste; er hatte allerdings Glück im Unglück und keine Fraktur oder ähnliches erlitten. Für ihn streifte sich Gunnar die Torwarthandschuhe über. Die Frankfurter hatten in der Folge mehr vom Spiel, gleichwohl hätten auch wir mit etwas Glück in Führung gehen können, als Christian nach einem langen Abschlag von Gunnar plötzlich allein auf den Torwart zustürmte, dann aber ins Stolpern geriet. Am Ende freuten wir uns dann über ein torloses Unentschieden.

Der Gegner des zweiten Spiels, die Staatsanwaltschaft Neuruppin, nahm zum ersten Mal an dem Turnier teil und hatte überraschend das erste Match gegen die Staatsanwaltschaft Szczecingewonnen. Wir waren also gewarnt. In einer von beiden Seiten leidenschaftlich geführten Partie gelang es uns wieder nicht, den Ball über die Linie zu bringen. Dies sollte sich rächen: Kurz vor dem Abpfiff stand ein Neuruppiner Spieler nach einem feinen Zuspiel völlig frei vor unserem Tor und vollendete den Angriff zum – aus Neuruppiner Sicht – glücklichen 1:0. Für uns war es eine unnötige Niederlage, die unsere Chancen auf den Einzug ins Halbfinale gegen Null sinken ließ.

Im letzten Gruppenspiel trafen wir auf die Staatsanwaltschaft Szczecin, deren Spieler um einiges jünger waren als wir. Dementsprechend gelang es uns auch nur am Anfang, die Partie einigermaßen ausgeglichen zu gestalten. Den schlechtesten Eindruck hinterließ allerdings der Schiedsrichter, der den Halbzeitpfiff vergaß und die Begegnung beim Stand von 2:0 für Szczecin nach 16 Minuten beenden wollte. Nachdem er seinen Fehler bemerkt hatte, wurden für ein paar weitere Spielminuten einfach die Seiten getauscht. Den Spielern aus Szczecin gelangen nach dem Seitenwechsel noch zwei Tore; für uns blieb als Gruppenletzter nur das Spiel um Platz 7 gegen den Viertplatzierten der Gruppe A, die Staatsanwaltschaft Zielona Góra.

Aber auch gegen die Mannschaft der Staatsanwaltschaft Zielona Góra; die keinesfalls besser aufgestellt war als wir, lief es an diesem Tag nicht rund. Trotz unserer leichten Überlegenheit auf dem Feld gingen die Spieler und die eine Spielerin aus Zielona Góra überraschend in Führung. Klaus gelang dann nach Zuspiel von Christian endlich ein Treffer für unser Team. Allerdings blieb es bei diesem einen Tor und da auch Zielona Góra nicht mehr traf, musste der Sieger im Neunmeterschießen ermittelt werden. Für uns traten Pfeffi und Weisi sowie auf Empfehlung von Marcus („…ein sicherer Schütze…“) der zwischenzeitlich vom Arzt zurückgekehrte Martin an. Passend zum Turnierverlauf gelang es aber nur Pfeffi, den Ball im Tor unterzubringen. Weil aber auch Zielona Góra nach drei Schüssen nur einen Treffer zu verzeichnen hatte, ging es mit den gleichen Schützen in die nächste Runde. Hier verschossen Weisi und Martin erneut, während Zielona Góra ein weiteres Mal den gut haltenden Gunnar überwinden konnte. So blieb für uns nur der Trost, das Turnier wegen des Glücks bei der Auslosung nicht als Letzter beendet zu haben.

Turniersieger wurde die Mannschaft der Rechtsanwälte aus Zielona Góra, die sich im Finale gegen die Staatsanwaltschaft Szczecin durchsetzen konnte. Im kleinen Finale besiegte die Staatsanwaltschaft Neuruppin die Staatsanwaltschaft Gorzów im Neunmeterschießen.

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