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Turniersieg für vier Minuten

Düsseldorf 06.11.2010

duesseldorf2010Es sollte die große Attacke werden, der endgültige Griff nach dem Wanderpokal der westdeutschen Verwaltungsgerichte, den wir bisher viermal gewinnen konnten. Ausgerechnet an der Stelle unseres ersten Erfolges, der im Jahr 2000 noch völlig unerwartet kam, erlebten wir sportlich ein Debakel. Angetrieben vom Siegeswillen stellten wir eigentlich den besten verfügbaren Kader zusammen, mieteten einen VW-Bus und es machten sich Ronny Krein, Olaf Jurtz, Gunnar Michler, Henry Brotzmann, Ekki Mast und Frank Rakowski auf die lange Reise. Am Spielort nach einigen Pilsetten angekommen trafen die Busfahrer auf Kai Kirschke, der aus München anreiste und Steffen Thor, der von seiner Gattin begleitet wurde. Unvermeidlich war zunächst der Besuch der Altstadt, wo wir unseren FC Energie auf Sky erlebten und letztendlich auch siegen sahen. Beim letzten Gasthausbesuch trafen wir auf den Fanblock aus Gelsenkirchen, weshalb der Abend noch zum Morgen wurde.

Schwere Knochen, müder Blick, kleine Dauerwehwehchen und der Restalkohol sind wohl keine guten Grundlagen für ein erfolgreiches Turnier. Es herrschte aber doch verhaltener Optimismus und es fing auch gut an.Im ersten Vorrundenspiel stand uns das Team aus Aachen gegenüber. Nachdem es durch Tore von Henry, Frank und Ronny nach ca. 4 Minuten schon 3:0 stand, fiel schon das Wort Schützenfest. Es wurde auch sehr ruhig in der Halle, weil die Zuschauer wohl dachten, wieder die … Cottbusser. Es kam anders. Obwohl Gunnar bei seinem Turnierdebüt gute Paraden zeigte, war er gegen die folgenden drei (!) Gegentore machtlos. So ein Spiel durften wir nicht aus der Hand geben!
Na gut, dann also im kommenden Spiel der nächste Versuch. Doch über ein 0:0 gegen Minden kamen wir nicht hinaus. Als noch eine Verletzung von Gunnar hinzukam, die er sich als geliehener Torhüter für Potsdam zuzog, ging es immer mehr bergab. Gegen Köln gab es in den letzten Sekunden des Spiels eine unglückliche 0:1 Niederlage und damit waren fast alle Messen gesungen. Nun brauchten wir im vorletzten Vorrundenspiel schon extreme Schützenhilfe. Gegen Gelsenkirchen gelang uns aber ebenfalls nur ein 1:1. Die Mädels aus GE versuchten uns noch mit geistigen Getränken auf die Beine zu helfen. Das war aber nicht mehr nötig, wir vergeigten die Sache selber und verloren 0:3 gegen Arnsberg.
Grundsätzlich war es nicht so, dass wir allen Mannschaften unterlegen waren, es fehlten durchgängig die zwingenden Aktionen und Torchancen. Einige Mannschaften stellten auch sehr junge Spieler auf. Erst im Spiel um Platz 9 tat sich noch einmal was. Als es hier 15 Sekunden vor Schluss immer noch torlos stand, schnappte sich Kai wie in alten Zeiten den Ball, spielte 4 Gegenspieler schwindlig und passte auf Steffen, der mit letzter Energie in den Pass grätschte und vollendete. Na wenigstens sind wir noch Landesmeister Brandenburg geworden, dass schaffen wir noch. Schlimmer erwischte es unsere Freunde aus der Partnerstadt. Für Gelsenkirchen blieb nach dem Sieg 2009 nur der elfte und damit letzten Platz.
Leider gibt es für den Sieger der dritten Halbzeit keinen Pokal, den hätten wir gewonnen.

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