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Fussballturnier der westdeutschen Verwaltungsgerichte am 12.11.2016

Gelsenkirchen3Nach 1998 und 2008 kehrten wir zu dem traditionellen Fußballturnier in unsere Partnerstadt nach Gelsenkirchen zurück. Wie immer taten wir das bereits am Freitag vor dem Turnier und machten uns mit folgender Truppe auf dem Weg:

Marcus Schröder für das Tor; Oliver Kunze, Ekki Mast, Frank Rakowski, Rupprecht Pfeffer, Christian Fisch, Ronny Krein, Gunnar Michler und Olaf Jurtz.

Nach einem wenig erbaulichen Stadtrundgang begaben wir uns auf die Suche nach einer gemütlichen Kneipe, was sich in dieser Stadt sehr schwierig gestaltete. Schließlich kehrten wir in dem Friesenstübchen bei der Bedienung Kikki ein. Zwar war es sehr verqualmt aber doch lustig, denn schnell kamen wir mit den anderen Gästen ins Gespräch. Anschließend begaben wir uns zu dem Treffpunkt in eine Kegelbahn und trafen auf die ersten Abgesandten aus Gelsenkirchen und Aachen. Der angenehme Abend endete wie immer einiges nach Mitternacht im Hotel (auch verqualmt).

So zeitig wie noch nie suchten wir am Samstagmorgen die Halle auf, die einen sehr guten Eindruck hinterließ. Das Spielfeld war von einer Bande umgeben und anlässlich des Turniers wurden einige neue, für uns ungewöhnliche Regeln (FairPlay-Anstoß, Zeitlimit für den Torwart) eingeführt. Auch der Turniermodus mit einer Zwischenrunde war zunächst für uns unerklärlich, letztendlich doch eine gute Sache, denn so kam jede Mannschaft auf garantierte sechs Spiele.

Die Vorrunde:

Im ersten Spiel trafen wir auf ein AllStar-Team, vornehmlich älterer Spieler verschiedener Verwaltungsgerichte. Wie immer in den ersten Turnierspielen taten wir uns sehr schwer und erreichten ein nur unbefriedigendes 1:1. Das Tor für uns erzielte Gunnar. Den Ausgleich fingen wir uns durch einen unhaltbaren Schuss mit der Pike in letzter Sekunde.

Danach ging es gegen die sehr ausgeglichen besetzte Truppe des VG Münster. Obwohl bereits von Oliver eine klare Vorgabe nach dem ersten Spiel gemacht worden ist, klappte so einiges in unseren Reihen erneut nicht. Wir wurden glatt mit 0:3 bezwungen, wobei das letzte Tor auch kurioserweise nach einem Schuss über das gesamte Feld hinter Markus im Tor in letzter Sekunde einschlug. Dadurch, dass der Spielmodus auf jeden Fall ein Weiterkommen ermöglichte, waren wir doch nicht so ganz beunruhigt. Erschrocken waren wir nur über unsere Spielweise.

Das änderte sich jedoch im dritten Spiel und warum? Wir erinnerten uns an unser Maskottchen Garry was bis dahin noch in der Tasche von Olaf schlummerte. Unser altes Ritual wurde wiederbelebt und plötzlich lief es. Wir gewannen zwar knapp aber ausreichend mit 3:2 gegen VG Gelsenkirchen I. Hier erzielten Frank, Christian und Oliver die Tore. Weitestgehend konnten wir uns in der Hälfte des Gegners festsetzen, ließen aber einige Chancen liegen. So parierte der Torwart des Gegners einen straffen Schuss von Oliver, Christian kratzte den Ball für den Gegner von der Torlinie und Pfeffi gelang es nicht, aus kurzer Distanz dem Ball ins Tor zu schieben.

Mit den so erlangten 4 Punkten wurden wir Gruppenzweiter und spielten nun im so genannten Viertelfinale gegen die Mannschaft aus Köln. Diese Mannschaft erschien uns neben Düsseldorf und Berlin als eines der stärksten Teams im Turnier. Andererseits schien der Respekt vor uns auch groß zu sein. Es war nunmehr aber auch nach der Mittagspause ersichtlich, dass manch eine Mannschaft plötzlich einen Leistungsabfall zu verzeichnen hatte. Das Spiel verlief sehr ausgeglichen und letztendlich schaffte es keine Mannschaft einen Treffer zu erzielen, so dass ein Neunmeterschießen anstand. Für uns wurden Ronny, Gunnar und Pfeffi nominiert. Nachdem Marcus den ersten Schuss des Gegners halten konnte traf Ronny. Auch der zweite Schütze aus Köln scheiterte erneut an dem starken Marcus und Gunnar versenkte seinen Versuch gewohnt kraftvoll. Damit standen wir im Halbfinale. Zwischenzeitlich katapultierte sich ein weiterer Favorit, dass Team aus Düsseldorf, durch eine völlig überraschende Niederlage gegen das Allstars-Team aus dem Turnier. Damit trafen wir nochmals auf die AllStars und rechneten uns doch ein relativ leichtes Spiel aus, da die Mannschaft doch offensichtlich Kraft gelassen hatte. Allerdings konnte die Mannschaft auf neue Kräfte zurückgreifen und es wurde dann doch nicht so easy. Jedoch konnten wir durch Tore von Frank und Ekki mit 2:1 gewinnen.

Damit standen wir völlig überraschend, insbesondere nach dem schwachen Turnierbeginn, im Finale und trafen hier auf die am stärksten eingeschätzte Mannschaft aus Berlin. Natürlich hofften wir uns einem positiven Spielverlauf, spekulierten auch ein wenig auf ein 9m-Schießen, da wir glaubten, in dem gegnerischen Torwart den Schwachpunkt ausgemacht zu haben. Und tatsächlich kam es auch soweit, jedoch gestaltete sich das Spiel anders als gedacht. Wir begannen sehr ruhig und versuchten den Ball nicht unnötig zu verlieren, insbesondere auf gute Situationen zu warten. Das war in dem Turnierverlauf nicht immer so gewesen. Gut angeführt durch Oliver und Pfeffi blieb der Ball auch weitestgehend in unseren Reihen. Doch gelang den Berlinern ein straffer Schuss auf unser Tor, den Marcus gedankenschnell noch parieren konnte. Dann kam was kommen musste. Oliver setzte zu einen unwiderstehlichen kleinen Solo an und schoss dem Ball unhaltbar für den Torwart in das lange Eck. Wir führten! Die Führung hielt jedoch nicht lange. Der stärkste Spieler des Berliner Teams konnte völlig freistehend anschließend zum Ausgleich einnetzen. Dabei blieb es aber auch und so kam es erneut zum 9m-Schießen und wir nominierten dieselben Schützen wie im Viertelfinale. Auch hier war das Eingreifen von Pfeffi nicht mehr notwendig. Markus hielt gleich den ersten Versuch der Berliner. Nachdem Ronny glücklich seinen Schuss versenkt hatte schoss der zweite Berliner Schütze gegen die Bande und Gunnar hämmerte sodann zum Siegtreffer unter die Latte ein. So konnten wir unseren achten Turniersieg seit 2000 feiern. Leider wurde die gute Atmosphäre durch (wie immer) kleinere und größere Aktionen von Christian gestört. Der negative Höhepunkt war die rote Karte gegen ihn, nach regulärer Spielzeit im Finale, die unter tosenden Applaus der Zuschauer gefeiert worden war.

Die Abendveranstaltung im Tropenhaus der ZOOM-Erlebniswelt verlief eher ruhig für unsere Verhältnisse. Im offiziellen Teil der Siegerehrung widmeten wir den Sieg unserem erkrankten Stammtorwart Jens und schickten ihm von dort aus auch die besten Grüße.


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