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Münster zum Vierten

Muenster15 3Ja, schon zum vierten Mal luden sich die Jungs aus Münster Gäste ein. Die ist der Tatsache geschuldet, dass dort auch zwei Ausrichter beheimatet sind, dass VG und das OVG. Das ist auch kein Nachteil, denn diese Stadt ist immer wieder eine Reise wert. Und deshalb waren wir auch Feuer und Flamme ein Team zusammenzustellen und die lange Fahrt anzutreten. In diesem Jahr mussten wir aufgrund von Verletzungen und Absagen von Frank, Gunnar, Matthes und Jens die Mannschaft umkrempeln, aber wir haben es wenigstens geschafft überhaupt ein Team aufzubieten. Erstmals setzten wir mit Marcus Schröder im Tor einen Youngster ein, dazu gesellten sich Christian Fisch und Tilo Hannig. Komplettiert wurde die Mannschaft durch die Stammkräfte Ronny Krein, Oliver Kunze, Ruprecht Pfeffer, Ekki Mast und Olaf Jurtz.

Bis auf Ekki, der mit der Bahn aus Berlin anreiste, fuhr das Team gemeinsam mit dem Transporter, wie immer gelenkt von Ronny. Bemerkenswert alkoholfrei verlief diese Tour! Nach der Ankunft und dem Bezug der Zimmer im empfehlenswerten Gästehaus der Johanniter nutzten wir – solange es noch hell war – die Zeit für einen Stadtrundgang oder einer Zwischenmahlzeit im „Stuhlmacher“ und „Altes Gasthaus Leve“, bevor es zum Essen in das Traditionshaus „Drübbelken“ ging. Dort stieß nach langer Anreise aus Stuttgart auch Marcus zu uns. Relativ zeitig ging es danach ins Bett, man konnte annehmen, wir hätten uns für das Turnier etwas vorgenommen. Aber gerade das war diesmal nicht der Fall, wir wollten mitspielen und Spaß haben. Mitunter sah das dann später nicht so aus.

Das Turnier ging dann für uns schon mal chaotisch los. Beim Anmarsch auf die Halle hörten wird den Anpfiff zur ersten Partie, danach waren wir schon dran. Also in die Trikots gehetzt und ab auf das Feld. Da standen noch nicht alle da und der Schiri pfiff an. Also keine Taktikbesprechung u.ä., aber es sollte ja auch nur Fun sein. Denkste, wenn man auf dem Feld steht, will man gewinnen. Gegen die Truppe Gelsenkirchen II – wie sich herausstellte, die schwächste Turniermannschaft – gelang mit Ach und Krach ein Sieg durch ein Tor von Pfeffi. Danach wurde erst einmal durch Oliver und Olaf Fraktur geredet. Denn läuferisch, taktisch und auch von der sonstigen Disziplin (Wechsel) war das ganz schwach. Die Kritik traf auch Christian, der dadurch aufgerüttelt auch dann anders weiterspielte. Marcus und Ekki halfen durchgängig auch für Frankfurt (Oder) aus, Marcus sogar noch für das OVG Münster. Dabei zeigte er in allen Spielen sehenswerte Paraden.

Am Turnier beteiligte sich nach einer Pause von drei Jahren auch wieder das VG Berlin. Eine Truppe, die in der Vergangenheit immer sehr unangenehm zu bespielen war, oft durch Fouls aufgefallen war. So begann es auch diesmal, als erst einmal Olaf von den Beinen geholt worden war. Unser Ziel, war nicht zu verlieren. Aber erst einmal schlug es bei uns ein, nachdem der Gegner zeitig presste und Ronny einen unglücklichen Ball zu Marcus spielte. Aber wir haben ja Pfeffi, der ausgleichen konnte. Auch danach blieben wir weiter am Ball, zumal die Berliner ihr Pressing nicht weiter durchhalten konnten. Sekunden vor Schluss setzte sich Olaf auf der linken Seite durch und flankte auf den agilen Christian, der zum Siegtreffer köpfen konnte. Sein Jubel glich dem Sieg bei einer WM! Es folgte der Anstoß und ein Berliner spielte den Ball gezielt zu Pfeffi, der nahm ihn auch dankend an und spielte weiter. Es folgte ein große Aufregung, denn was wir nicht wussten, dass hier ein sog. Fai-Play-Anstoß (eine Spezialität in NRW) ausgeführt werden soll. Der Gegner soll den Ball wieder zurückspielen. Verrückt! Da wir das nicht taten, tobten die Berliner ein wenig.

Die zwei Siege zum Auftakt in der Gruppenphase konnten sich sehen lassen und wir glaubten, damit schon fast durch zu sein. Ein fataler Irrtum. Die Siege gelangen gegen zwei schwache Teams.

Nun zum dritten Match. Es erwartet uns das OVG. Eine Mannschaft, die sich u.a. auch aus Spielern anderer Teams zusammenstellen musste. Uns gelang wenig. Durch ein halbes Eigentor lagen wir hinten. Oliver, der noch vor dem Turnier von mangelnder Fitness sprach, setzt zum Solo an und wuchtet zum Ausgleich ein. Das Ergebnis konnten wir nicht halten und verloren mit 1:2.

Nun ergab sich die skurrile Situation, dass vor dem abschließenden Gruppenspiel das OVG und Düsseldorf je 9 Punkte auf dem Konto hatten und wir mit zwei Toren Unterschied gegen die bis dahin souverän aufspielenden Düsseldorfern gewinnen mussten, um noch in das Halbfinale zu kommen. Ehrlich geglaubt hatten wir daran nicht. Nun waren wir einmal in die Position gekommen und wollten auch weiter.

Es folgte der Höhepunkt des Turniers. Die Düsseldorfer traten ungemein ehrgeizig auf, sie hatten auch einen für ein Hallenturnier ungewöhnlich aufgeblähten Kader, in dem sogar drei Frauen standen. Darunter auch das Kopfballungeheuer, das uns schon einmal ein Ei ins Nest gelegt hatte. Aber wir hielten dagegen, Ronny und Oliver machten hinten dicht, auf dem Feld kämpften Tilo und alle anderen. Noch stand es unentschieden, da nutzte ein Gegenspieler eine Lücke und lief frei auf unser Tor. Mit einem langen Anlauf setzte Christian nach und wir wussten was passieren sollte. Es war kein Halten am Trikot o.ä., Christian streckte den Spieler nieder und die logische Folge wäre eigentlich Rot gewesen. Der Schiri sprach eine 2-Minuten-Strafe aus, die Halle tobte gegen uns. Der Freistoß für D’dorf brachte nichts ein. Aber Oliver nahm den Ball nach dem Abschlag an und setzte sich in seiner bekannten technisch starken Manier über das gesamte Feld durch und hämmerte den Ball zur Führung ein. Eine große Nummer! Jetzt wurde es noch hektischer beim Gegner, der wollte unbedingt den Ausgleich. Doch der gelang auch in Überzahl nicht. Nachdem Christian wieder auf das Feld kommen konnte, gelang sogar noch der notwendige zweite Treffer durch Pfeffi. Danach war trotz einiger Diskussionen der D’dorfer Schluss und wir waren aufgrund eines mehr erzielten Tores noch Gruppenerster geworden.

Im Halbfinale trafen wir auf Köln. Eine sehr sympathische unaufgeregte Truppe, die durch einige weibliche Fans das gesamte Turnier über supportet worden ist. Eigentlich spulten wir das Spiel konzentriert und ohne große Probleme runter, aber die Überlegenheit drückte sich nicht in Toren aus. Aber das eine notwendige erzielten wir trotzdem. Oliver verwandelt einen Freistoß mit der Pike direkt.

Wir nahmen das Finale doch noch mit. Und wir trafen wieder auf Düsseldorf, die unseren Dauerkonkurrenten Gelsenkirchen I im anderen Halbfinale ausgeschaltet hatten. Eigentlich schade, denn in den letzten Jahren sind wir immer aufeinandergetroffen. Zurück zum Finalmatch. Die D’dorfer Jungs waren heiß, das spürte man schon vor dem Anstoß. Sie ließen uns keinen Platz zum Spielen. Schnell führten sie, denn ein Schuss konnte nur abgefälscht werden und ging knapp ins kurze Eck, obwohl Marcus noch dran war. Danach drückten sie noch weiter. Uns gelang kein Abschluss und es fiel das 2:0.Lediglich in der Schlussminute ergab sich noch mal was. Pfeffi führte ruck zuck eine Ecke aus und Olaf schoss direkt knapp über das Dreiangel. Das war es und dafür, dass wir uns nichts Besonderes vorgenommen hatten, belegten wir einen hervorragenden 2.Platz.

Auf nach Gelsenkirchen im kommenden Jahr!


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