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Gibt es noch Kartoffelbrei?

Diese bange Frage stellten wir uns, nachdem wir uns Jahre zuvor bei unserer ersten Teilnahme in Aachen sehr über das Abendmenü wundern mussten: Kartoffelbrei mit Leberkäse, was nicht einmal für alle reichte. Aber diesmal wurde es viel besser, was an der guten Organisation um Markus Lehmler gelegen haben dürfte.

Trotz einiger Absichtsbekundungen war es auch für uns schwer, eine vollständige Mannschaft nach Aachen – quer durch die Republik – zu bekommen. Bewährte Kräfte, wie Ekki, Sascha, Jens und Henry hatten abgesagt und Olaf war nach seiner langen Verletzungsmisere nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und hatte seit 7 Monaten kein Fußball mehr gespielt. Aber es gibt noch die Stammkräfte und eine Überraschung. Nach kurzfristiger Zusage stand tatsächlich noch vor unserem Eintreffen Matthes in der Halle und auch unser einziger Spieler, der eine Verwaltungsgerichtskarriere hatte, war Teil unseres Teams – Oliver, auf den wir nicht verzichten können. Gunnar hat sich zum Stammkeeper im großen Tor gemausert, Ronny wie immer als Abräumer, Frank als kreativer Kämpfer und schließlich Pfeffi als Torgarant. Das war sie unserer Truppe.


Gab es ein Ziel? Naja, vielleicht das Endspiel, aber zuerst Spaß haben, Bier trinken und gute Laune. Und das fing auch am Freitag gut an,nachdem sich die Truppe erstmals entschlossen hatte, im Zug anzureisen. Zeitig ploppten die Verschlüsse, so dass es auch jedermann im Abteil zur Freude von Pfeffi hören konnte.

Die beiden mitreisenden Supporterinnen Silke H. und Sabrina störte es wohl nicht. Der Zwischenstopp im „Gaffels“ ist schon obligatorisch.
Zeitgleich fuhr Olaf mit der gesamten Familie dem Ziel entgegen, so dass wir uns am Abend in der „Vielharmonie“ zum Warmmachen zusammenfinden konnten, der Ausklang fand dann an der Bar im „IBIS“ statt. Wie gewohnt waren wir Samstagvormittag wieder klar in der Birne und Olaf kutschierte die Meute in die Halle. Die drei großen Mädels und die Kids erschienen in ihrem schmucken Teamoutfit und waren mit wohlgestimmten Klangwerkzeugen zugange.

Uns wurde das Eröffnungsspiel gegen eine völlig unbekannte Mannschaft übertragen, Justizzentrum Aachen bezeichnet. Obwohl wir das gesamte Spiel über alles im Griff hatten, gelangen uns nur zwei Tore, die Olli und Pfeffi erzielten. Ein höherer Sieg wäre möglich gewesen, wenn nicht Olaf bei seinem ersten Kurzeinsatz allein vor dem Torhüter stehend vergeben hätte.
Im zweiten Vorrundenspiel trafen wir auf unseren Angstgegner Köln. Es war nun nicht mehr ganz so einfach, aber auch hier gelang uns der Sieg, der durch einen Treffer von Pfeffi gesichert worden ist.
Dann das dritte Spiel und auch der dritte Sieg. Gegen die zweite Mannschaft aus Düsseldorf schafften wir vier Tore und hier zeichneten sich Matthes und Frank je zweimal aus, Endstand 4:2.
Damit war bereits das Halbfinale gesichert und es ging im letzten Spiel der Vorrunde nur noch um die Platzierung, wobei uns ein Remis zum Gruppensieg reichen sollte. Und auf wen trafen wir… auf unsere Freunde aus Gelsenkirchen, die wieder mit einer großen Anhängerschar erschienen waren. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Match mit leichten Vorteilen für uns. Aber immer wieder war der Gegner mit zwei schnellen Leuten allein vor dem Tor und Gunnar konnte Gegentore verhindern. Apropos Gunnar, Sportsfreund wie er ist, hatte er zunächst auch im Tor des Jugendteams aus Arnsberg gestanden und dort auch einige Tore zu viel eingefangen. Mit unserer Abwehr war das natürlich anders.
Aber weiter mit dem Verlauf des Gruppenspiels. Nach der Führung durch einen satten Schrägschuss ins obere rechte Ecke von Olli drehte GE das Spiel, jedoch gelang Pfeffi der Ausgleich und so endete die Partei gerecht mit einem remis.
Nun stellte sich nur die Frage, gegen welche der beiden Jugendmannschaften wir im Halbfinale spielen mussten: Arnsberg, die wir im Vorjahr schon einmal bezwingen konnten oder die Mannschaft des Gastgebers. Es wurde die Jugendbrigade aus Arnsberg. Nach einer längeren Pause rafften wir uns nun noch einmal, jetzt über 15 Minuten, zum Spielen auf. Zwischenzeitlich konnte Sabrina einige Spieler mit geheimnisvollen Handgriffen beweglicher machen.
Es wurde ein Match, bei dem auf beiden Seiten nicht viel zugelassen worden ist. Die Arnsberger hatten sich auf Olli eingeschossen, der hart gepresst worden ist. Vorn war kein durchkommen, selbst Pfeffi gelang trotz tollem Einsatz kein Tor. Dann stand plötzlich Olaf gegen einen 30 Jahre jüngeren, der weglief und den Ball Gunnar durch die Beine einschob. Mist, denn es war bis dahin auch ihre einzige richtige Chance, aber eben clever. Nun hatten wir vorn noch weniger Platz. Es gab noch zwei kleinere Scharmützel und dann hatte plötzlich Pfeffi die hundertprozentige auf dem Fuß. Sonst macht er so ein Ding im Schlaf, aber gerade jetzt nicht. Schade, aber trotzdem hatten wir uns gut geschlagen.
Mit einem Pils (oder waren es zwei?) motivierten wir uns für das Spiel um Bronze. Und wieder ging es gegen Gelsenkirchen. Lag es nun am Bier, der Hilfe unserer Frauen und Kinder oder auf die Aussicht, den Abend genießen zu können, plötzlich spielten wir wieder munter, man bot uns Räume an, die wir nutzten und wir führten nach über 13 Minuten durch Tore von Franky, Olaf und Matthes mit 3:0. Was dann kam, war peinlich. Plötzlich gelang dem Gegner ein Tor und er wurde vom Ehrgeiz gepackt. Anstatt das Spiel ruhig nach Hause zu bringen, rannten wir wild durcheinander und fingen uns tatsächlich binnen Sekunden den Ausgleich ein. Gott sei Dank war danach Schluss und es kam zum einzigen Strafstoßschießen des Turniers. Es hatten fünf Spieler anzutreten, eine Auswahl gab es nach den Absagen von Olli und Olli bei uns nicht. Das Drama entwickelte sich weiter:

3:4
Fehlschuss Matthes
3:5
4:5 Ronny
Fehlschuss des Gegners
Fehlschuss nach Mätzchen von Franky
Gegner verschießt
5:5 ganz sicher von Pfeffi
Gunnar hält
6:5 Gunnar schiebt ganz überlegt ein und macht den Sieg perfekt.

Also noch ein ganz positives Ergebnis. Danach gab es nur noch eins, ab ins Hotel, frisch machen und zur Party, bei der diesmal sogar der DJ Wünsche annahm und sogar auch spielte!!


 

 

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