Login

Der Tag der Entscheidung

1995 - das bedeutet das 5. Spiel zwischen der Polizei und der Justiz um den Wanderpokal. Die Erwartungen auf Seiten des sportlichen Gegners ware nanch dem Vorjahressieg von 5:0 enorm hoch. Dagegen sank im gleichen Maße die spielbereitschaft einiger Sportfreunde auf unserer Seite und durchaus war das Vorgehen der Polizei aus dem Jahre 1994 nicht gerade als fein empfunden worden. Noch gut war in Erinnerung, dass aus allen möglichen polizeilichen Bereichen Spieler rekrutiert wurden. Dazu gab es auch einen erhitzten Briefwechsel, der Spieltermin wurde zweimal verschoben, bis endlich der 28.09.1995 feststand.Für den Mannschaftskapitän wurde es schwierig, überhaupt 11 Spieler zu finden, die bereit waren, sich der Entscheidung zu stellen. Der ständige Gastspieler Frank Rähse musste berufsbedingt absagen. Auch die überraschende Verpflichtung eines weiteren Gastes scheiterte. Es sollte sogar auf den ehemaligen Mitarbeiter Karsten Hänsch zurückgegriffen werden, er erschien zum Spiel jedoch nicht. So begannen wir in folgender Aufstellung

Jens Götzl, Dieter Hansmann, Peter Jentsch, Peter Meyritz, Andreas Richter, Olaf Jurtz, Martin Mache, Peter Drews, Thomas Grothaus, Eckehard Hölscher und erstmalig mit Horst Nothbaum.

Da die Mannschaft auch nicht bereit war, aus ihrer geliebten Trainingshalle herau zuvor auf dem Rasenplatz zu trainieren, war das Ziel, nur noch Schadensbegrenzung zu üben. Doch während die zuschauer an diesem naßkalten Tag trotz alkoholischer Getränke beim zuschauen froren, erwärmten wir uns immer mehr an diesem Spiel. Sogar die erste Großchance, eine sogenannte 1000-prozentige, vergab Thomas Grothaus vor dem völlig leeren Tor. Er traf nur den rechten Pfosten. auch die Polizei, lange nicht so stark wie im Vorjahr, hatte durch ihre gefährlichen Spitzen Chancen. Jedoch stand hier die Abwehr ziemlich sicher. Und je länger wir ein 0:0 hielten, desto optimistischer wurden wir. Durch einen sehr dynamischen und unerwartet drangvollen Horst Nothbaum wurde unser Spiel immer wieder angekurbelt. Auch die 1:0 - Führung der Polizei war kein Knackpunkt. Danach setzten wir alles auf eine Karte und in den letzten 10 Minuten stand uns dann auch noch Frank Rähse zur Verfügung, der für Eckehard Hölscher auf das Spielfeld kam. Buchstäblich mit dem Schlusspfiff erzielte nach einer genauen Flanke von rechts Horst Nothbaum per Kopfball den verdienten 1:1 - Ausgleich. Das hatte niemand von uns erwartet! Nunmehr waren alle gespannt auf das fällige und auch übliche Elfmeterschießen. Doch plötzlich holte der Kapitän der Polizeimannschaft, Jürgen Piesker, der vor dem Spiel anlässlich seines 40. Geburtstages geehrt wurde, seine Mannschaft vom Platz. Es war wohl noch zu gut in Erinnerung, dass Jens Götzl bereits schon einmal als Elfmetertöter aufgetreten war. Trotz Protestes war an dem Abgang der Polizei nichts zu ändern, man wollte somit eine spieleriche entscheidung im Jahre 1996 erreichen. Die anschließend so getrübte Stimmung schlug sich auch auf unsere berühmte "3. Halbzeit" nieder, die diesmal ziemlich kurz ausfiel.

 

free joomla template
template JoomSpirit