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4. Spiel zwischen der Polizei und der Justiz

Wochen vorher tobte wieder der gegenseitige "Psychokrieg" zwischen den Mannschaften und ihren Spielführern. Die Cottbuser Presse wollte uns aufgrund des Vorjahresergebnisses als Sieger sehen. Vorsichtiger äußerte sich schon unser Kapitän gegeüber der Lausitzer rundschau, dawir spielerisch schon gar nicht mehr das Level des vergangenen Jahres erreichen konnten. Da bekannt war, dass die Polizei sich unheimlich aufrüsten wird (die Schmach der 0:5 Niederlage saß tief) versuchte Olaf Gleiches zu tun. Extra zu diesem Spiel reiste dann auch Volker Werner aus Bochum an. Damit glaubten wir, doch einen entscheidenden Vorteil zu besitzen.
Ein weiterer, ehemals nach Cottbus abgeordneter Justizkollege aus Bochum (Kraut), konnte die Reise nach hier nicht antreten. Weitere Spielerverpflichtungen scheiterten, dazu kam auch noch die Verletzung von Frank rähse. Und so traten wir am 26.05.1994 um 16:00 uhr im Stadion an der Schlachthofstraße an:

Im Tor mit Jens Götzl, Hansmann, Richter, Wanke, Maczioszek, Hölscher, Schmitt, Kapplinghaus, Tirpitz, Grothaus, Werner, Meyritz, Merz und vom MdJ Leppin.

Doch wie erschien plötzlich unser Gegener. Die bekannten Spieler der letzten Jahre wurden gar nicht erst ins Aufgebot berufen oder standen nur als Auswechselspieler an der Linie (Recke Salomon, Lothar Pohle). Es wurden die besten Spieler der Polizei aus Cottbus zusammengesucht, die Beschränkung auf die Kriminalpolizei war entfallen. Und so sah man sich der Übermacht von Kreisklasse- und Betriebsligaspielern gegenüber. Da war von vornherein nichts Gutes zu erahnen, zudem unser Altersdurchschnitt erheblich angestiegen war. Als Schiedsrichter konnte der Mannschaftsleiter des FC Energie, Hajo Prinz, gewonnen werden. Den Ehrenanstoß vollzogen der Polizeipräsident und der Leitende Oberstaatsanwalt. Die Haltungsnoten beider war beachtlich, wobei der künstlerische Ausdruck des LOStA höher anzusetzen war.
Und das Spiel nahm seinen vorhersehbaren Lauf. Die 1. Großchance auf unserer Seite vergab auf Vorlage von Jurtz e. Hölscher. Gleich in der ersten Halbzeit fingen wir 3 Tore ein, worauf Jens Götzl entnervt den Kasten verließ und durch Peter Jentsch ersetzt wurde. Erstaunlicherweise für uns alle zeigte er hervorragene Reaktionen auf der Linie und war auch im Herauslaufen stark gewesen. Doch auch das half nichts mehr. Unser Spiel plätscherte so hin, der Gegner war übermächtig. Es galt nur noch Schadensbegrenzung zu üben und vielleicht ein Tor zu erzielen. Keinesfalls sollte die Höhe des Vorjahresergebnisses durch die Polzei erreicht werden. Doch das konnten wir nicht verhindern. In der 2. Halbzeit schoß die Polizei noch zwei Tore, wobei sich der einsatz von Jens Hentschel als Goalgetter bemerkbar machte. Trotzdem hatten wir in der letzten Minute die Chance zum Ehrentreffer, als Ulli Tirpitz nach einer Flanke von links durch Jurtz mit einem Kopfball diesen hätte erzielen können. Doch es war uns nicht vergönnt gewesen.


Die Polzei feierte groß diesen Sieg und beide Mannschaften haben nun die gleiche Ausgangsposition im entscheidenen Spiel im Jahr 1995. Doch wer soll dort für uns auflaufen?
Die berühmt berüchtigte Siegesfeier nahm anschließend ihren vorhersehbaren Lauf. Bis nach Miiternacht saß man in der Sportlerkantine des Stadions, einige unentwegte zogen dann noch in den "Pflaumenbaum".

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